Akupunktur

Gua sha/ Schröpfen

Erstanamnese

Erstanamnese

90 Minuten

Folgeanamnese

Folgeanamnese

60 Minuten

Die traditionelle chinesische Medizin ist eines der ältesten wissenschaftlichen Medizinsysteme. Die klassische Akupunktur wurzelt in der traditionellen chinesischen Medizin und ist eine Erfahrungsheilkunde. Hier wird nicht die einzelne Krankheit oder Ursache untersucht, sondern es wird der ganze Mensch in seiner augenblicklichen Situation betrachtet. Die Therapie wirkt dabei nicht ausschließlich auf ein einzelnes Organ, sondern auf den gesamten Organismus.
Der gesamte Körper ist von einem dichten Netzwerk von Meridianen durchzogen. Durch diese fließt die Lebensenergie, das Qi mit seinen Anteilen Yin und Yang. Sind diese beiden Anteile im Organismus im Gleichgewicht, stellt dies den idealen Gesundheitszustand dar, während ein Ungleichgewicht zu körperlichen und seelischen Symptomen führt. An bestimmten Akupunkturpunkten auf den Leitbahnen ist die Energie von außen zugänglich. Durch den Reiz der Nadel können Störungen im Innern beseitigt oder gelindert und die der Leitbahn zugehörigen Organe somit zur Selbstheilung angeregt werden.
Während der Akupunktur wird mit sehr dünnen und feinen Nadeln durch die Haut gestochen, der Einstich selbst ist in der Regel schmerzarm. Innerhalb einer Sitzung verbleiben die Nadeln etwa 20 - 30 Minuten im Körper, wo sie ihre Wirkung entfalten können, während sich der Patient auf der Liege entspannt.


Akupunktur findet Anwendung 

Schmerzen an Hals-, Brust-, Lendenwirbelsäule

Arthrosen, Arthritis, Rheuma, rheumatoide Arthritis

Schulter- Arm- Syndrom 

Beschwerden an Hüfte, Knie

Kopfschmerzen, Migräne 

Folgen von Stress

Ängste, Schlafstörungen

Asthma 

Allergien

Herz- Kreislauf- Erkrankungen

Tinnitus

Menstruationsbeschwerden, Zyklusstörungen, klimakterische Beschwerden u.a.   


Ohrakupunktur

Die Akupunktur der Ohrmuschel, die Auriculo- Therapie, wurde durch den französischen Arzt Paul Nogier begründet und ist eine eigenständige Therapiemethode. 1956 stellte er das Ohr in seinen reflektorischen Beziehungen zu bestimmten Körperorganen dar. 1957 gelangten die Arbeiten Nogier's auch nach China und wurden dort in die traditionelle chinesische Medizin gründlich integriert und später ergänzt z.T. durch eine Vielzahl eigener Erfahrungen und Punkte.
Die gesamte Ohroberfläche stellt eine Reflexzone dar, auf diese reagieren alle Organe des Körpers. Im Falle einer Funktionsstörung des korrespondierenden Organs sind die Punkte am Ohr dann aktiv und über die messbare Änderung des Hautwiderstandes auf der Ohroberfläche somit gut auffindbar.
Die Ohrakupunktur kann allein oder auch besonders in Kombination mit der Körperakupunktur angewendet werden. Sich daraus ergebene therapeutische Möglichkeiten sind unter anderem eine begleitende Unterstützung bei der Allergiebehandlung, bei Ängsten und Schlafstörungen und bei der Schmerzbehandlung.


Raucherentwöhnung und Gewichtsreduktion 


Der Verzicht auf Nikotin sorgt bei Rauchern für ein Gefühl  innerer Unruhe und Nervosität.

Unterstützend zur Raucherentwöhnung haben sich hierbei Dauernadeln bewährt. Ebenso wie bei der Gewichtsreduktions- Akupunktur, wobei hier gezielt Punkte behandelt werden, die für das Hungergefühl und den Appetit verantwortlich sind.

Für einen nachhaltigen Erfolg sind dennoch der Wille und die Motivation eine wichtige Voraussetzung.

Gua sha


Gua sha ist ein uraltes asiatisches Ausleitungsverfahren und dem Schröpfen verwandt. Bei dieser Therapieform wird ein aus Jade oder Wasserbüffelhorn bestehender Schaber über die Haut geführt. Die Haut wird durch das Reiben und Ziehen mit diesem Schaber solange gereizt, bis sich eine Rötung und somit verstärkte Durchblutung zeigt. Zusätzlich zur Ableitung über die Haut, wird diese auch zur Diagnosestellung genutzt. Anhand der entstandenen Petechien zeigt sich hier nun eine Qi- und Blutstagnation. Während der 15 bis 20 minütigen Behandlung werden tiefe Muskelregionen bearbeitet. Der Stoffwechsel dieser Bereiche wird angeregt, die Muskulatur wird gelockert und eine Entgiftung des Gewebes findet statt. Die entzündungshemmende Wirkung nimmt Einfluss auf akute und chronische Störungen innerer Organe, auf Fieber, Erkältungen, Steifigkeiten und mehr.
Anschließend ist es wichtig, ausreichend zu trinken und die behandelten Bereiche warm zu halten.


Schröpfen


Schröpfen zählt zu den Reiz- und Umstimmungstherapien, ähnlich dem Gua sha. Im Bereich von muskulären Verhärtungen, den Myogelosen, soll die Schröpfmassage intensiv durchbluten und den Abbau der Verhärtungen ermöglichen. Qi, Blut und Lymphflüssigkeiten fließen nun verstärkt und Schlacke wird abtransportiert. Als ein durchaus erwünschtes Behandlungsziel zeigt sich auch hier innerhalb kurzer Zeit eine rötliche bis bläuliche Verfärbung des Areals.

 

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